Der Trägerverein Wygärtli Erlinsbach rief lokale Fotografen auf, ihr Dorf fotografisch festzuhalten. Eine gute Idee, und sicherlich auch eine Gelegenheit das Dorf noch etwas intensiver kennen zu lernen. Das Motto lautete „ErlinsbacherInnen fotografieren Erlinsbach“. Die Ausstellung fand über während zweier Wochen im „Wygärtli“ statt und war fr alle Beteiligten ein voller Erfolg. Geschätzt 300 Personen sind dem Aufruf gefolgt und haben unsere Werke bestaunt.

Planet Erlinsbach

Meine Interpretation für ein entsprechendes Line Up war relativ simpel: „Man nehme eine Drohne, fliege damit übers Dorf und mache ein paar Luftaufnahmen.“ Nun, wer mich kennt, der weiss, dass ich mich mit so einer einfachen Variation nicht zufrieden gebe. So entstand das Projekt „Planet Erlinsbach“.

Wie sind diese Bilder entstanden

Für meine Luftaufnahmen verwende ich einen Quadrokopter mit integrierter Kamera, welche sich um 360° in der eigenen Achse drehen lässt und auch vertikal über einen Winkel von 130° schwenkbar ist.
Mit diesem Gerät und einer zusätzliche Kamerasoftware erstelle ich insgesamt 19 Bilder über drei Reihen. Diese Bilder werden dann am PC mittels Panoramasoftware zusammengefügt, was dann in etwa so aussieht.
Da die Kamera in der oberen Reihe auch Teile des Fluggerätes erfasst, muss dies mittels Bildbearbeitung korrigiert werden. Je nach Wolkenaufkommen und Lichtverhältnis ist das ein relativ aufwendiger Schritt. In etwa sieht das dann so aus wie im folgenden Bild.
Als nächstes kommt nun der eigentliche Trick. Das bereinigte Bild muss nun in ein Quadrat zusammengedrückt und vertikal gespiegelt werden.

Anhand der Bildbearbeitung wird dieses Quadrat nun über die sogenannte „Polarkoordinate“ verkrümmt, was einfach ausgedrückt nichts anderes macht als die beiden Bildränder (links und rechts) wie eine Handorgel über den Mittelpunkt der oberen Kante zu ziehen.

Das Planetenbild ist nun fast fertig. Weiter wird jetzt wie meist üblich das Bild in dessen Helligkeit und Farbigkeit optimiert und aufgehübscht.

Und schon haben wir einen neuen „Planet Erlinsbach“.

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